

Doku - 27:24 Min.
Eintauchen — Bild für Bild.
Mitten im niederländischen Freizeitpark Efteling liegt ein Wald, der seit über 70 Jahren unverändert wirkt und genau deshalb ständig erweitert wird.
Der Sprookjesbos in Efteling würde 1952 mit zehn Märchenszenen eröffnet und gestaltet von Filmemacher Peter Reijnders und Buchillustrator Anton Pieck. Bis heute ist daraus ein Wald mit 31 einzelnen Stationen gewachsen, zuletzt ergänzt im Mai 2025 durch die Prinzessin auf der Erbse direkt hinter dem neuen Efteling Grand Hotel. Dazwischen liegen Erweiterungen wie Rapunzels zehn Meter hoher Turm (2001), Pinocchio mit einem Investitionsvolumen von 2 Millionen Euro (2016) oder die Sechs Schwäne als Bootskarussell für rund 2,5 Millionen Euro (2019). Bis 2027 soll mit der Sprookjesbibliothek die nächste komplett neue Station hinzukommen.

Er war nach eigener späterer Aussage so beschämt über den Zustand dieser Puppe, dass er sich ohne jede Anfrage sofort an einen komplett neuen Kopf setzte.
Viele der ältesten Szenen im Wald sind längst nicht mehr die Originale von 1952. Sie wurden nur so originalgetreu wieder aufgebaut, dass niemand es merkt. Das Dornröschenschloss wurde bereits in den frühen 1980ern komplett neu errichtet, weil die erste Holzversion absackte, und zuletzt im April 2024 nach Anton Piecks ursprünglichen Skizzen renoviert. Das Knusperhäuschen von Hänsel und Gretel stand 70 Jahre lang ohne Fundament, bevor es 2024 für rund 800.000 Euro komplett abgerissen und mit der originalen Gussform aus den 1950ern neu aufgebaut wurde. Auch das Haus von Frau Holle, das eigentlich schon aus dem Jahr 1945 stammt, wurde 2019 abgerissen, zuvor millimetergenau digital vermessen und 2022 mit identischem Erscheinungsbild wieder neu eröffnet.

Nice to know
Fast sechs Jahrzehnte lang wurden die weißen Tauben auf dem Herautenplein passend zur Geschichte eines blinden Webers regelmäßig bunt eingefärbt. Erst 2018 stellte Efteling das aus Gründen des Tierwohls endgültig ein.
Fast jede Szene im Sprookjesbos zeigt nicht das Ende eines Märchens, sondern seinen dramatischsten Moment, eingefroren, bevor die Geschichte entschieden ist. Bei Rotkäppchen liegt deshalb nur der Wolf im Bett, die eigentliche Tat bleibt unsichtbar, und nur eine Handvoll Szenen im gesamten Wald zeigt tatsächlich ein Ende, in drei Fällen sogar ein Tragisches. Eine bewusste Ausnahme bildet das Mädchen mit den Schwefelhölzern von 2004, das als eine der wenigen Stationen ein tatsächlich trauriges Ende direkt zeigt. Selbst der sprechende Baum durchbricht das Prinzip, indem er über die anderen Figuren erzählt, als wäre ihre Geschichte bereits vorbei.
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