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Eintauchen — Bild für Bild.
Der größte Freizeitpark Skandinaviens liegt nicht nur mitten in der Stadt, sondern ist auch nicht auf reinen Gewinn ausgelegt.
Liseberg liegt keine zwei Kilometer vom Hauptbahnhof Göteborg entfernt – vier Minuten mit dem Zug, sechs Straßenbahnlinien direkt am Eingang. Während fast alle großen Freizeitparks Europas auf dem flachen Land außerhalb jeder großen Stadt gebaut wurden, ist Göteborg seit über hundert Jahren um seinen Park herum gewachsen. Heute grenzen Wissenschaftszentrum, Kulturmuseum und Skandinaviens größtes Messezentrum direkt ans Parkgelände. Der Preis dafür: 25 Hektar und kein Platz zum Wachsen.

Liseberg soll der geliebteste Treffpunkt Göteborgs sein.
Als Liseberg 2003 die Holzachterbahn Balder eröffnete, gewann sie sofort den weltweiten Golden Ticket Award. 2014 folgte Helix für rund 22 Millionen Euro und einem Layout, das so nur auf dem Hang des Lisebergsberget funktioniert. In einem privatwirtschaftlichen Park müsste jede Investition dieser Größe mit Amortisierungsplänen gerechtfertigt werden. Bei Liseberg lautet die einzige Frage: Ist das gut für Göteborg?

Nice-to-know
Liseberg hat einen Weihnachtsmarkt, der allein 500.000 Besucher pro Jahr anzieht – das ist ein Sechstel der gesamten Jahresbesucherzahl, nur für die Wintersaison.
Das Unternehmen Liseberg AB gehört zu 100 % der Stadt Göteborg – mit der satzungsmäßigen Vorgabe, keine Gewinne auszuschütten. Was 1924 durch einen einzigen Stadtratsbeschluss entstand, hat einen Weltkrieg, mehrere Wirtschaftskrisen, eine Pandemie und 2024 einen Großbrand überlebt. Geschäftsführer Andersen bringt es selbst auf den Punkt: Liseberg soll nicht der größte oder erfolgreichste Park sein – sondern der geliebteste Treffpunkt in Göteborg.
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